Vergleich Nähmaschine – Overlock-Maschine

Ein Overlockstich – auch Überwendling- oder Überwendlich-Stich genannt – bietet die Option, den Rand eines oder mehrerer Stoffe zu nähen/heften, zu versäubern und zu beschneiden, und zwar gleichzeitig. Eine Sonderform einer Overlock-Maschine ist des weiteren eine Coverlock-Maschine, die mitten auf einem Stoff säumen kann.

Aber zur Beruhigung: All dies braucht kein Anfänger und meist noch nicht einmal ein Profi. Diese Nähfunktionen werden industriell eingesetzt, daher haben solche Spezialmaschinen auch dementsprechende Preise. Und alles, was eine Overlock-Maschine kann, kann eine Nähmaschine auch, nur dass die Overlock-Maschine manches schneller und leichter macht. Es ist sogar so, dass eine Overlock-Maschine nicht alles beherrscht, was eine Nähmaschine kann, so dass man letztendlich zwar ohne Overlock-Maschine auskommen kann, aber nicht ohne Nähmaschine. So kann eine Overlock-Maschine beispielsweise folgendes nicht: Knopflöcher nähen, Heften, Stopfen oder eine Naht ohne gleichzeitiges Versäubern nähen etc.

Die Vorteile einer Overlock-Maschine bzw. Coverlock-Maschine sind z. B.: sehr schnelles Nähen (was aber gerade für Anfänger gar nicht unbedingt sinnvoll und praktikabel ist) oder sehr gute Näheigenschaften bei sehr elastischen Stoffarten (z. B. Badeanzüge), etc.

Viele Nähmaschinen bieten zudem (z. B. per Feder-Stich) eine ähnliche Funktion wie eine  Overlock-Maschine. Damit kann man ebenfalls versäubern und zusammennähen in einem Arbeitsgang. Anschließend muss dann nur noch die Nahtzugabe zurückgeschnitten werden, da eine Nähmaschine dies als einzige Funktion in einem Arbeitsschritt im Vergleich zu einer Overlock-Maschine eben nicht beherrscht. Aber lohnt sich dafür die Anschaffung einer teureren und außerdem schwieriger zu bedienenden größeren Overlock-Maschine? Und übrigens finden nicht alle diesen industriellen Look wirklich hübsch. Die ‚Couture‘ verwendet ihn jedenfalls eher nicht!

 

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